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Monika Röth (monika), 04.06.2014

Ö1-„Hörspiel Galerie“: Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit“ in zwei Teilen am 7. und 9.Juni

Ö1 sendet am Pfingstwochenende „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus in zwei Teilen, in einer Bearbeitung von Erwin Steinhauer und Franz Schuh.

Die szenische Lesung mit Erwin Steinhauer (Stimme) und Georg Graf, Pamelia Kurstin, Joe Pinkl und Peter Rosmanith (Musik) wird im Rahmen der „Hörspiel-Galerie“ am 7. Juni um 14.00 Uhr und am 9. Juni um 16.00 Uhr ausgestrahlt.
 
„Für mich sind die letzten Tage der Menschheit das nationale Drama der Österreicher. In jedem von uns steckt ein Stück dieses Unglücks, das damals zum Ausbruch kam“, sagt Erwin Steinhauer. Gemeinsam mit Franz Schuh hat Erwin Steinhauer für Ö1 eine Auswahl aus den mehr als 200 Szenen umfassenden „Letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus getroffen. Kraus hat die „Letzten Tage der Menschheit“ in den Jahren 1915 bis 1922, als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg geschrieben. Der Erste Weltkrieg war der bis dahin umfassendste Krieg der Geschichte, 70 Millionen Menschen unter Waffen, 17 Millionen starben. Der Erste Weltkrieg wurde zum Nährboden für den Faschismus und dieser führte zum Zweiten Weltkrieg. Kraus hat das schon in den „Letzten Tagen“ ahnend befürchtet. Aufgrund der Verwerfungen, die der Erste Weltkrieg auslöste, und wegen seiner bis in die jüngste Vergangenheit nachwirkenden Folgen gilt er als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“.
 
Aber die „Letzten Tage der Menschheit“ sind mehr als nur ein Anti-Kriegsstück. Erwin Steinhauer: „Da kam es zum einem gleichgültigen Interesse am Töten, zu einer Form mörderischer Wurschtigkeit oder wie es Hilde Spiel später ausgedrückt hat, zur ‚Dämonie‘ der Gemütlichkeit“. „Die Letzten Tage der Menschheit“ sind, wie zum Beispiel in der Szene mit einem geschlagenen Kind nur allzu deutlich hörbar, immer noch aktuell. Und auch wenn Szenen von konkreten Personen handeln, geht es Karl Kraus, so ist Erwin Steinhauer überzeugt, darüber hinaus um anderes: „Es geht dem Karl Kraus nicht um die bewusste Individualschuld, sondern um das kollektive Unschuldsbewusstsein, etwas was uns Österreichern anhaftet - bei uns sind immer die anderen schuld.“ Und unzweifelhaft – auch wenn die „letzten Tage der Menschheit“ von Tragik getränkt sind, sind sie ein bitteres, aber doch klares Bekenntnis zu und für eine andere, zivilisierte Form des Zusammenlebens der Menschen. Karl Kraus entfaltet eine negative Realität, um uns zugleich - in einer Form der Einkehr und Reflexion - für eine positive Utopie zu gewinnen.
 
Ö1 sendet die zweiteilige szenische Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“  im Rahmen der „Hörspiel-Galerie“ am 7. Juni um 14.00 Uhr und am 9. Juni um 16.00 Uhr. Diese Produktion wird auch auf zwei CDS als Hörbuch im Mandelbaum Verlag erscheinen. Live kann diese Produktion mit Erwin Steinhauer und den Musikern Georg Graf, Pamelia Kurstin, Joe Pinkl und Peter Rosmanith in den nächsten drei Wochen erlebt werden: im Schloss Wartholz in Reichenau am 15. Juni; im OVAL in Salzburg am 25. Juni; in den Kammerspielen in Linz am 26. Juni; im Theater in der Josefstadt in Wien am 28. und 29. Juni und im Lehar Theater in Bad Ischl am 1. Juli. Nähere Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter oe1.ORF.at.

Die szenische Lesung mit Erwin Steinhauer (Stimme) und Georg Graf, Pamelia Kurstin, Joe Pinkl und Peter Rosmanith (Musik) wird im Rahmen der „Hörspiel-Galerie“ am 7. Juni um 14.00 Uhr und am 9. Juni um 16.00 Uhr ausgestrahlt.
 
„Für mich sind die letzten Tage der Menschheit das nationale Drama der Österreicher. In jedem von uns steckt ein Stück dieses Unglücks, das damals zum Ausbruch kam“, sagt Erwin Steinhauer. Gemeinsam mit Franz Schuh hat Erwin Steinhauer für Ö1 eine Auswahl aus den mehr als 200 Szenen umfassenden „Letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus getroffen. Kraus hat die „Letzten Tage der Menschheit“ in den Jahren 1915 bis 1922, als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg geschrieben. Der Erste Weltkrieg war der bis dahin umfassendste Krieg der Geschichte, 70 Millionen Menschen unter Waffen, 17 Millionen starben. Der Erste Weltkrieg wurde zum Nährboden für den Faschismus und dieser führte zum Zweiten Weltkrieg. Kraus hat das schon in den „Letzten Tagen“ ahnend befürchtet. Aufgrund der Verwerfungen, die der Erste Weltkrieg auslöste, und wegen seiner bis in die jüngste Vergangenheit nachwirkenden Folgen gilt er als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“.
 
Aber die „Letzten Tage der Menschheit“ sind mehr als nur ein Anti-Kriegsstück. Erwin Steinhauer: „Da kam es zum einem gleichgültigen Interesse am Töten, zu einer Form mörderischer Wurschtigkeit oder wie es Hilde Spiel später ausgedrückt hat, zur ‚Dämonie‘ der Gemütlichkeit“. „Die Letzten Tage der Menschheit“ sind, wie zum Beispiel in der Szene mit einem geschlagenen Kind nur allzu deutlich hörbar, immer noch aktuell. Und auch wenn Szenen von konkreten Personen handeln, geht es Karl Kraus, so ist Erwin Steinhauer überzeugt, darüber hinaus um anderes: „Es geht dem Karl Kraus nicht um die bewusste Individualschuld, sondern um das kollektive Unschuldsbewusstsein, etwas was uns Österreichern anhaftet - bei uns sind immer die anderen schuld.“ Und unzweifelhaft – auch wenn die „letzten Tage der Menschheit“ von Tragik getränkt sind, sind sie ein bitteres, aber doch klares Bekenntnis zu und für eine andere, zivilisierte Form des Zusammenlebens der Menschen. Karl Kraus entfaltet eine negative Realität, um uns zugleich - in einer Form der Einkehr und Reflexion - für eine positive Utopie zu gewinnen.
 
Ö1 sendet die zweiteilige szenische Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“  im Rahmen der „Hörspiel-Galerie“ am 7. Juni um 14.00 Uhr und am 9. Juni um 16.00 Uhr. Diese Produktion wird auch auf zwei CDS als Hörbuch im Mandelbaum Verlag erscheinen. Live kann diese Produktion mit Erwin Steinhauer und den Musikern Georg Graf, Pamelia Kurstin, Joe Pinkl und Peter Rosmanith in den nächsten drei Wochen erlebt werden: im Schloss Wartholz in Reichenau am 15. Juni; im OVAL in Salzburg am 25. Juni; in den Kammerspielen in Linz am 26. Juni; im Theater in der Josefstadt in Wien am 28. und 29. Juni und im Lehar Theater in Bad Ischl am 1. Juli.

Nähere Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter oe1.ORF.at

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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