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Monika Röth (monika), 20.04.2011

"oder 1 Schumannwahnsinn": Neues Hörspiel von und mit Friederike Mayröcker

Ein Radiotipp für alle Hörspiel-Freunde: Im Ö1-"Hörspiel-Studio" am kommenden Dienstag, den 26. April um 21.00 Uhr ist das neue Hörspiel "oder 1 Schumannwahnsinn" von Friederike Mayröcker zu hören.

Die Doyenne der deutschsprachigen Literatur hat ihren Text selbst eingesprochen.

Es wäre auch für wesentlich Jüngere keine leichte Übung. Fünf Tage dauerten die Sprachaufnahmen für Friederike Mayröckers jüngstes Hörspiel, in dem sie sich mit Clara und Robert Schumann auseinandersetzt. Wie schon in ihrem 2008 erschienenen Hörspiel "Schnäbel, Gärten, ein Mirakel, ein Monolog ..." ließ es sich die mittlerweile 86-jährige Literatin auch diesmal nicht nehmen, ihren Text selbst zu lesen. Satz für Satz, in endlosen Wiederholungen, bis Technik, der langjährige Regiepartner Klaus Schöning und nicht zuletzt die Autorin selbst mit der Aufnahme zufrieden waren. Es ist keineswegs so, dass sie den Schauspielern und ihrer Kunst misstraue, sagt Friederike Mayröcker. Jene Authentizität aber, die sie anstrebe, sei bei so persönlichen Texten am besten durch sie selbst realisierbar. Allen Anstrengungen zum Trotz und auch, wenn die Stimme nicht ganz so geschmeidig und durchtrainiert ist wie die von professionellen Sprechern.

In "oder 1 Schumannwahnsinn" ist Mayröcker in bester Gesellschaft. In dem Hörspiel treten auf: Samuel Beckett und Henri Rousseau, Blixa Bargeld und Ferdinand Schmatz, Jean Genet, Glenn Gould, selbstverständlich Jacques Derrida und natürlich Clara und Robert Schumann. In einer ebenso fragilen wie versponnenen Assoziationsexplosion erzählt Friederike Mayröcker von Liebe und Verlust, erkundet Robert Schumanns Wahnsinn und dringt tief ein in den musikalischen Kosmos des von ihr verehrten Genies. Die Dichterin sitzt mit Clara Schumann im "Cafe Drechsler" am Wiener Naschmarkt, hat dort "Wein getrunken und Birnensaft" und reflektiert über die Schwierigkeit "die Waage zu finden zwischen den Lustgärten der Sprache", den "Schluchten" und dem "Schluchzen der Sprache". "Man musz die Sprache empfinden," sagt sie, "hier und da ein Gewicht darauflegen oder wegnehmen wie Apothekerwaage, so musz es stimmen, so muss es tönen, das Panorama meines ganzen Lebens vor mir ausgebreitet

Quelle: ORF

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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